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Weniger Verkehrstote – mehr Verletzte im Straßenverkehr

Juli 24th, 2008

Einmal jährlich veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Zahlen zum Unfallgeschehen im deutschen Straßenverkehr. Der aktuelle Bericht ist vom 17.07.2008 und spiegelt die Statistik für das Jahr 2007 wider. Ein paar Dinge sind dabei recht interessant, die schlussendlich auch bei den KFZ-Versicherungen in die Kalkulation der Versicherungstarife einfließen werden.

Die Zahl aller polizeilich erfassten Unfälle im Straßenverkehr ist im Gegensatz zum Jahr 2006 um 4,5% auf rund 2,34 Millionen gestiegen. Dabei verunglückten insgesamt 436.368 Menschen (2,1% mehr als im Vorjahr), wobei 4.949 Menschen getötet wurden (2,8% weniger als im Vorjahr). Die Zahl der Verkehrstoten ist damit erneut gesunken und seit dem Zeitpunkt der Wiedereinführung dieser Statistik (1953) auf dem Tiefstand. Ein Rückgang der Zahl der Verkehrstoten ist zwar erfreulich, doch dem Ziel bis 2010 diese Zahl auf unter 3.500 zu senken bleibt man noch deutlich entfernt. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Zahl der Verletzten insgesamt anstieg, also auch mehr Menschen schwer- oder leichtverletzt wurden. Im Übrigen gilt ein Mensch bereits als schwerverletzt, der unmittelbar nach dem Unfall für mind. 24 Stunden stationär aufgenommen wird. Ein Leichtverletzter fällt in die Kategorie “übrige Verletzte” (eine ärztliche Behandlung kann er also erfahren haben, jedoch bleibt die stationäre Aufnahme bei unter 24 Stunden).

Unfallursachen: Unfälle mit Personenschaden wurden im Jahr 2007 zu 87% personenbezogen verursacht. Dabei ist mit 16% das Fehlverhalten in Zusammenhang mit Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren die häufigste Fehlerquelle, dicht gefolgt mit 15% die nicht angepasste Geschwindigkeit. Diese galt zeitlang als Unfallursache Nr. 1 und nahm im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% ab. Eventuell hat bereits schon die öffentliche Diskussion um ein generelles Tempolimit für ein wenig Wirkung gesorgt. Dennoch darf man hier nicht vergessen, dass die Unfallursache bei rund 40% der Verkehrstoten auf eine “nicht angepasste Geschwindigkeit” zurückgeht.

 

Juli 24th, 2008

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